Meditation
[lat. meditare = sich üben]
Unter Meditation kann man jede absichtslose Konzentration auf eine Tätigkeit oder einen Gegenstand verstehen. Die Konzentration wird dabei nicht durch den Verstand gesteuert, sondern ergibt sich als Folge der Versenkung. Die Tätigkeit kann aktiv manipulierend sein. Wesentlich ist in jedem Fall ein Zustand der entspannten Aufmerksamkeit, förderlich ist eine Umgebung ohne Störreize, bzw. die Fähigkeit, seine Sinne ruhen zu lassen.
Der Begriff Meditation wird als Beschreibung eines Zustands und auch als eine Technik des Meditierens benutzt. Der Zustand, der erreicht werden soll, kann je nach Art der Meditation recht unterschiedlich sein. Insbesondere bei einigen Varianten der aktiven Meditation ist er kaum von den Begriffen -> Trance und Ekstase abzugrenzen. Der Gegenstand der Meditation kann beinahe beliebig sein, so dass auch Musizieren oder sogar einfache, d. h. nicht Aufmerksamkeit fordernde Arbeiten auf meditative Art ausgeführt werden können.Einige der bekanntesten Meditationstechniken beziehen sich auf den Atem, die Beobachtung des Atems (-> Zen Meditationstechniken, -> Yoga). Andere wiederum, wie in der christlichen Tradition verankerte, auf das Gehen (z.B. Sankt-Jakobsweg in Spanien) oder das Arbeiten (ora et labora). Eine Meditationstechnik kann allein oder in einer Gruppe unter Anleitung durchgeführt werden.
Meditation ist wesentlicher Bestandteil vieler Religionen, in denen das Sich-Versenken als Übung zur Annäherung an ein höheres Wesen (Gott) oder einen höheren Bewusstseinszustand verstanden wird. Dabei ist es allerdings recht unterschiedlich, ob eine stille, passive Form oder eine aktive gewählt wird.
Synonyme / Analogien:
Trance, Yoga
Weitere Informationen: -> detaillierte Beschreibung, Entspannungstechniken und hypnotherapeutische Verfahren/Uni Köln
Bibliographie:
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Bearbeitungsstand: 28.05.2009
