Misteltherapie
[Antroposophie]
Die Misteltherapie ist eine wissenschaftlich nicht anerkannte, komplementärmedizinische Behandlungsmethode, die von dem Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner und der Ärztin Ita Wegman initiiert wurde. Sie wird bis heute zumeist innerhalb der anthroposophischen Medizin zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Hier gehört sie in Deutschland zu einer der bei Krebserkrankungen am häufigsten eingesetzten komplementärmedizinischen Therapien. Außerhalb des deutschsprachigen Raumes ist die Misteltherapie weitgehend unbekannt und ungebräuchlich.
Die Studienlage hinsichtlich der Wirksamkeit der Misteltherapie in der Krebsbehandlung (Verlängerung der Überlebenszeit und Verbesserung der Lebensqualität) ist widersprüchlich.Methodisch einwandfreie Studien zeigen keine Vorteile der Misteltherapie gegenüber Placebo. Studien mit positiven Ergebnissen enthalten methodische Mängel. Ein Wirksamkeitsnachweis nach empirisch-wissenschaftlichen Kriterien steht bisher aus.Die Anwendung der Misteltherapie in der Krebsbehandlung soll nur als ergänzende Maßnahme und mit Vorsicht erfolgen, da die Misteltherapie mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden sein kann.Die Grundlagen der Anthroposophischen Medizin und damit der Misteltherapie werden von einigen Wissenschaftlern als pseudowissenschaftlich angesehen.
Synonyme / Analogien:
Weitere Informationen:
Bibliographie: Wikipedia Stand 23.06.2011
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Bearbeitungsstand: 12.06.2011
