Psychotherapien auf dem Prüfstand |
HANDLESEN |
Quelle: Krista Federspiel, Ingeborg Lackinger Karger: "Kursbuch Seele"; Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1. Auflage, Köln 1996
...........Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch
| Therapien - Geschichte und Selbstverständnis | Therapien - tabellarischer Überblick | INFOSERVER |Anbieter in Sachsen und Thüringen |
vikas / Handlesen
Geschichte und Konzept
Wie einschlägige Esoterikpublikationen berichten, soll die Handlesekunst (Chirologie) so alt sein wie die Menschheit. Diese Behauptung suggeriert, daß es sich bei der heute in therapeutischem Zusammenhang praktizierten Chirologie um eine bewährte Erfahrungswissenschaft handelt.
Aus der Hand lesen traditionell überwiegend Frauen. Sie erstellen aus den Handlinien Krankheitsdiagnosen und leiten daraus die dazugehörigen Prognosen ab, sie erstellen Charakteranalysen und sagen das Schicksal voraus (Chiromantie). Handliniendeutung ist eng verflochten mit -> astrologischen Vorstellungen: Die Häuser des Horoskops werden mit bestimmten Teilbereichen der Hand in Verbindung gebracht. Auch Karlfried Graf Dürckheim, Begründer der -> Initiatischen Therapie, sah in den Handlinien das Schicksal eines Menschen ausgedrückt.
Handleserinnen sind geübt im
Erraten der feinen Muskelbewegungen
im Gesicht ihres Gegenübers,
die die
offensichtliche Mimik ergänzen und
über diese hinaus geheime Gedanke
preisgeben. Sie befragen ihre Kundschaft gezielt und gehen bei den oft
vieldeutigen, schwammigen Deutungen
geschickt auf die Erwartungen und
Wünsche der KlientInnen ein.
Es besteht keinerlei nachweisbarer
Zusammenhang zwischen den Handlinien eines Menschen und seiner Lebensgeschichte.
Die Deutung der Linien bringt das Risiko mit sich, daß seelische Krisen verschärft beziehungsweise
gar erst ausgelöst werden.
vikas /Handlesen
Bibliographie
© Edition VIKAS 2008