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Osho-Manjusha Schmiedeberg: Sichten der Mahamudra
Aus dem gedanklichen Kuriositätenkabinett einer Hauke Messerschmidt
1. Einleitung
2. Evolution leicht verständlich
3. Individualität
4. Meditation
5. Liebe und Erleuchtung
6. Wiedergeburt
7. Vater und Mutter
8. Heilen
Die auf dieser Seite gesammelten Zitate der Mahamudra sind aus ihren Veröffentlichungen und der Internetseite des Osho-Manjusha-Meditationszentrums entnommen und werden von uns unkommentiert wiedergegeben. Der Umfang der Zitatensammlung wird ständig erweitert.
Beim Lesen sollte man sich vor Augen halten, dass Mahmudra mit ihrer Sichtweise das Leben in der Kommune von Schmiedeberg nachhaltig gestaltete und auf diese Weise “......im Herzen verbunden mit Oshos Vision vom neuen Menschen” Entwicklung und Verhaltensweisen der Kommunemitglieder massgeblich prägte, ganze Lebensläufe in ihrem Sinne korrigierte.
Bei den "Darshans", später "Days" genannt, sprach Mahmudra in “meditativer Atmosphäre jeweils zu einem ausgewählten Thema”. In der Osho-Bewegung stehen die Begriffe Meditation und Therapie in enger Beziehung. “Meditation wird grundsätzlich als Therapie, meditieren als therapeutisches Geschehen verstanden ((4), S.55) ”.
2. Evolution leicht verständlich
- Wir alle kommen in unseren Ursprung aus einem ganzen, aus einem größeren Teil von Energie, aus dem wir uns abgelöst haben. Wir sind ein Teil von Lebensenergie in diesem Sonnensystem. Die Sonne hat uns in einem kleinen Funken losgelassen. Wir sind hierauf die Erde gekommen und haben uns manifestiert. In dem Moment, in dem wir er aus der Sonne herausgetreten sind, waren wir für einen Moment noch im Energiefeld der Sonne, haben uns dann ein Stückchen abgetrennt, um uns gleich wieder mit etwas anderem zu vereinigen, nämlich der Erde. Die Erde hat natürlich andere Qualitäten als die Sonne, so ergibt sich dann eine Symbiose. Das heißt, die Erde hat uns etwas zu geben, und wir haben der Erde etwas zu geben. Die Sonne geht der Erde etwas; die Erde gibt aber auch der Sonne etwas. Ein Austausch findet statt, der notwendig ist, damit beide leben können. ((2), S 17 f)
- ...es gibt die kollektiven Menschen. Wenn aber ein Mensch auf dieser Ebene aus dem Ganzen heraustritt, bewirkt das eine Veränderung für das gesamte Kollektiv. Das beste Beispiel hierfür ist Osho oder Jesus oder Buddha - Menschen, die aus dem Kollektiv total herausgetreten sind und dadurch eine große Veränderung hervorgerufen haben. Nur diese Menschen sind wirklich Individuen. Die anderen glauben vielleicht, dass sie individuell sind. In Wirklichkeit sind sie total im Kollektiv verfangen, von dem Denken, der Klarheit oder Unklarheit abhängig und auch davon regiert. ((2), S.19)
- Solange wir auf dem Planeten Erde leben, sind wir mit unserem Körper total von der Erde abhängig, schon weil wir uns von der Erde ernähren. das heißt, in Wirklichkeit sind wir immer noch nicht individuell ((2), S. 22).
- Es ist nicht unbedingt notwendig, dass man sich mit Außerirdischen trifft, um zu sich selbst und seine eigene Individualität zu kommen. Aber unsere menschliche Entwicklung geht in diese Richtung.... ((2), S. 23).
- Wenn man meditiert, dann beginnt man in sich einen Raum zu schaffen, indem man sich selbst wahrnehmen kann, unabhängig vom Kollektiven. Das ist der Grund weshalb wir meditieren, um eine Bereicherung einen Raum im uns zu finden, eine Möglichkeit, uns selbst so unabhängig wie möglich vom kollektiven wahrnehmen zu können. Nur dann können wir wirklich unsere eigene Individualität erfahren - in diesem eigenen inneren Freiraum ((2), S.20).
- Jeder hat seinen Weg schon in sich vorgezeichnet. Er muß ihn nur gehen, um das zu verändern, was er in sich verändern will, und wieder hervorzubringen, was in ihm vergraben ist. Man braucht sich nur zu entspannen und diesen Weg nachzugehen. Das passiert in Meditation. Deswegen ist Meditation nur beobachten, sehen, wie dieser Weg sich abspult. ... Man braucht sich nur hinzusetzen und es passieren zu lassen.((2), S. 77)
- Die besondere Qualität dieser Erde ist die Liebe. Es gibt viele Planeten mit besonderen Eigenschaften. Es gibt viele intelligente Wesen von anderen Planeten oder sogar von anderen Sonnensystemen mit besonderen Eigenschaften, aber die Liebe ist sehr selten ((2), S.28).
- Nachdem man immer wieder durch Konflikte hindurchgegangen ist, auf sich zurückgekommen ist, sich mit seiner Wut auseinander gesetzt hat, dass der andere nicht so ist, wie man ihn haben möchte,........., dann wird man allmählich milde und gütig. Jetzt, mit Milde und Güte, dann kommt der Zeitpunkt für unpersönliche Liebe......Aber darüber kann man nicht nur einfach reden, sondern das muß man sehen, das muß man erfahren.......Schritt für Schritt beginnt die Auflösung der letzten Dunkelheit......Es ist der Punkt, an dem die Liebe in das Spirituelle eintritt, an dem man sich auf den spirituellen Weg begibt, an dem man oft auch eine spirituellen Meister findet, einer Nichtperson, der man sich selbst geben kann und in der man erfahren kann, was es bedeutet, ohne Einschränkung lieben zu können. Das ist der Beginn der totalen Auflösung. ((2),S.33 ff).
- Es ist die größte Handlung der Liebe, die man auf dieser Erde und vielleicht in dieser Existenz überhaupt tun kann: aus dem Vollen schöpfen. Sich zu geben in allem, was man hat. Total. Und wenn man sich total gegeben hat, ist man erleuchtet. DAS IST ERLEUCHTUNG.((2), S.34)
- Wir Menschen haben das Potential, die höchste Liebe zu erreichen. Kein Mensch kann aufhören sich weiterzuentwickeln, bis er diese Liebe erreicht hat. Und keiner kann so tun und sich vormachen, daß er sich aus diesem Prozeß irgendwo herausstehlen könnte, weil er den Trennungsschmerz von seinen Träumen und Illusionen nicht fühlen will......Wenn die Spanne von Schmerz und Freude immer größer wird, wird das Leben immer intensiver.... Selbstzerstörung oder Transformation sind die einzigen verbleibenden Möglichkeiten. ((2), S.35 ff.)
- Das Thema Erleuchtung ist eines der schwierigsten überhaupt, besonders nachdem alle Erleuchteten übereinstimmens darüber gesagt haben, dass man darüber nicht reden kann. ((3), S.108)
- Ich spreche heute von Wiedergeburt und meine damit Reinkarnation, Sterben, den Körper verlassen und sich in einem neuen Körper manifestieren. Ich spreche nicht von der seelischen Wiedergeburt, die wir erfahren, wenn wir uns von unserem Ego oder Persönlichkeitsteilen befreien ((2), S.63).
- Der Gedanke der Wiedergeburt ist bei uns hier im Westen noch immer relativ unpopulär, auch wenn er nicht mehr vermeidbar ist. Dafür ist für zu viele Menschen aus der Frage der Wiedergeburt ein Fakt geworden, auch wenn er in unserer wissenschaftsgläubigen Gesellschaft als nicht beweisbar wegdiskutiert wird. Tatsächlich ist die Lüge von dem Leben, das mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, ganz besonders der Kirche zuzuschreiben. ((2), S. 63)
- Unsere Seelen sind verkrüppelt, verstümmelt, weil wir die Möglichkeit der Wiedergeburt verleugnet haben, weil wir die Möglichkeit vergessen haben, Nichtgelerntes in einer nächsten Runde noch einmal zu wiederholen. ((2), S. 64)
- Für meine Begriffe ist das größte Verbrechen der Kirche nicht sexuelle Verbiegung sondern spirituelle Verbiegung. Die Kirche hat der gesamten westlichen Zivilisation die Denkmöglichkeit der Wiedergeburt genommen und damit auch gleichzeitig die Hoffnung, die reale Hoffnung, auf weitere Erfahrung und weiteres Leben. Diese Hoffnung wurde ersetzt durch ein billiges Bild, das sich paradies nennt und tatsächlich Plastik ist ((2), S.65)
- In einem harmonischen Lauf ist es so, daß man sich langsam in höhere, d.h. bewußtere Formen hineininkarniert, bis man schließlich erleuchtet wird, total frei ist. Aber heutzutage gibt es kaum noch Seelen, die so einen Weg gemacht haben. Die meisten sind irgendwo hängengeblieben, hinuntergefallen, haben Tests nicht bestanden und nicht eingesehen, daß sie nicht bestanden haben, und sind dann noch einmal heruntgefallen und noch einmal hängengeblieben, schließlich auseinandergebrochen. Nach meiner tiefen Erfahrung sind wir alle schizophren, zutiefst zersplittert und zerbrochen, hängengeblieben, stagniert in bestimmten Teilen unserer Seele und zutiefst heilungsbedürftig. ((2), S. 69)
- Die Wahl der Eltern mit dem Eintritt in die Gebärmutter ist die Festlegung des wichtigsten Faktors, der unser Leben bestimmen wird. Die Gene der Eltern, die Erfahrungen in ihren Körpern, werden von uns übernommen und in ihrer Mischung zur Herausforderung in diesem neuen Leben. ((1), S. 25)
- Durch die neunmonatige Nähe (Mutter und Kind während der Schwangerschaft) entsteht ein gegenseitiger Austausch und manchmal nicht nur ein Liebes-, sondern auch ein Haßverhältnis. Das Haßverhältnis ist nicht immer etwas, was von Seiten der Mutter ausgeht. Es ist oft auch etwas, was passiert, wenn ein Kind sich inkarniert, dass sich eigentlich an der Mutter für etwas Vergangenes rächen will. ((1), S.28)
- Die Medizin hier im Westen, die soweit entwickelt ist und auch so viel von sich hält, beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Körper und ist deswegen natürlich sehr von Mängeln behaftet. ((2), S. 72)
- Psychologie,...., hat ihre Grenzen darin gefunden, daß zur Lösung von Konflikten ein Anpassungsprozeß an die Umgebung stattfinden muß. Die Unterscheidung zwischen Persönlichkeit und Seele kann nicht gemacht werden. Und nur die Esoterik geht in den Bereich "Seele" und darüber hinaus. ((2), S. 72 ff)
Bibliographie
(1) Hauke Messerschmidt (Mahamudra): Die leere Straße gehen, Schmiedeberg, Eigenverlag 1997
(2)
Hauke Messerschmidt (Mahamudra): Das ist Leben, Schmiedeberg, Eigenverlag 1996 (2004)
(3) Hauke Messerschmidt (Mahamudra): Im Mittelpunkt der Konflikte, Schmiedeberg, Eigenverlag 1999 (2005)
(4) Friedrich-Wilhelm Haack: Die Bhagwan-Rajneesh-Bewegung, Münchener Reihe, Oktober 1984